Test

Am Montagmorgen machte sich die 5./6. Klasse aus Lenggenwil auf den Weg ins Klassenlager. Die Reise führte mit Bus und Bahn nach Weesen und mit dem Schiff über den Walensee nach Unterterzen und danach ins Glarnerland. Bereits die Anreise bot schöne Ausblicke und stimmte auf die Lagerwoche ein.

Das erste Ziel war Elm. Dort erhielt die Klasse eine kurze Führung und konnte den Blick zum berühmten Martinsloch geniessen. Auch die Sardonaverschiebung wurde thematisiert und machte eindrücklich sichtbar, welche Kräfte in der Natur wirken. Anschliessend führte die Reise weiter nach Matt. Von dort brachte die Seilbahn die Klasse hinauf in die Weissenberge zum Lagerhaus. Da ausgerechnet der Anreisetag der einzige wirklich schöne Tag der Woche war, wurde das gute Wetter sofort genutzt, die Umgebung wurde erkundet und der Pool ausgiebig getestet.

Am Dienstag zeigte sich das Wetter von seiner regnerischen Seite. Das Programm passte jedoch dazu, da es mehrheitlich im Berg oder unter Dach stattfand. Die Klasse besichtigte den Stollen im Landesplattenberg. Der Gang in den Berg war für viele ein besonderes Erlebnis. Die dunklen Stollen, die kühle Luft und die Geschichten rund um den Schieferabbau hinterliessen einen bleibenden Eindruck. Nach der Lunchpause durften die Kinder selbst Hand anlegen. Mit Hammer, Feile und viel Konzentration bearbeiteten sie Schiefer und gestalteten eigene kleine Werke. Am Abend sorgte ein bunter Abend mit Disco und Karaoke für gute Stimmung im Lagerhaus.

Auch der Mittwoch brachte kein besseres Wetter. Deshalb stand ein Elmer-Citro-Rundgang auf dem Programm. Die Klasse erhielt Einblick in die Produktion des bekannten Getränks. Durch geduldiges Warten konnte der Stillstand der Produktion überdauert werden und die komplette Produktion konnte zum Schluss noch bestaunt werden. Danach reiste die Gruppe mit dem öffentlichen Verkehr nach Näfels ins Hallenbad. Dort war für Abwechslung gesorgt: Rutschen, Relaxingbad und Sprungturm wurden rege genutzt. Nach der Rückkehr ins Lagerhaus folgte ein offenes Abendprogramm, bei dem der Tag gemütlich ausklang.

Heimlicher Star dieses Lagers war die Lagerküche. Barbara Salvisberg bereitete das Morgenessen, den Lunch und das Abendessen vor. Ein Dessert durfte auch nie fehlen. Die Mahlzeiten schmeckten jederzeit hervorragend. Wer Lagererfahrung hat, der weiss, wie gross der Einfluss der Verpflegung auf die Moral der Truppe ist.

Am Donnerstag führte der Ausflug nach Braunwald. Mit der Standseilbahn ging es hinauf. Dem einem Besuch im Alpinmuseum folgte eine kurze Wanderung zum Hotel Tödiblick, wo das Mittagessen eingenommen wurde. Danach wurde vor dem alten Schulhaus von Herrn Stricker, das mit den letzten Sommerferien geschlossen wurde, Fussball gespielt. Zurück im Lagerhaus stand am Abend ein besonderes Ereignis auf dem Programm: Gemeinsam verfolgte die Klasse die WM-Eröffnungszeremonie sowie die erste Halbzeit des Spiels Mexiko gegen Südafrika. So zog auch im Lagerhaus Fussballfieber ein.

Überhaupt war es ein sehr stimmungsvolles Lager. Oft sass die ganze Klasse gemeinsam im Erholungsraum und sang Lieder, begleitet von zwei Schülerinnen auf der Gitarre.

Am Freitagmorgen hiess es bereits wieder Abschied nehmen. Nach der Tagwache wurde gepackt, aufgeräumt und das Lagerhaus geputzt. Danach reiste die Gruppe mit dem öffentlichen Verkehr nach Glarus. Dort führte Geo-Guide Alex durch eine Fledermausausstellung, die Sardona-Ausstellung und anschliessend durch Glarus, wo wir einiges über die Geschichte der Kantonshauptstadt, den Stadtbrand und die Landsgemeinde erfuhren. Nach der Verabschiedung von Alex folgte die Heimreise nach Lenggenwil.

Dort warteten bereits die Eltern auf ihre Kinder. Müde, aber reich an Eindrücken, kehrte die 5./6. Klasse zurück. Hinter ihr lag eine intensive Lagerwoche mit neuen Erfahrungen und viel Gemeinschaft. Dank des guten Klassenzusammenhalts trotzte die Klasse dem schlechten Wetter. Das anschliessende Wochenende war mehr als verdient.

Roman Bommeli, 5./6. Klasse Lenggenwil